Artikel zum Nahen Osten

2017:

Jungle World 9/17: Zu viele Flüchtlinge zum Foltern

Mena Watch, From Donald with Love

„Und so war Rußlands im Lauf des Jahres 2016 scheinbar alle Widerstände mühelos überrollende Bewegungsfreiheit und Erfolgsserie im Nahen Osten immer direkt an das Desinteresse oder vielmehr die Lähmung der USA gekoppelt. Diese Narrenfreiheit war tatsächlich in den Sekunden vorbei, als 59 Tomahawks in Syrien explodierten. Damit ist im Zweifel Putins Ausweg aus dem syrischen Schlammassel versperrt.“

2016:

Jungle World 33/16: Jihad zum Selbermachen

Jungle World 31/16: Bomben und Hunger

„Und nun hat auch Bundeskanzlerin Merkel nach dem Anschlag in Ansbach erklärt, Deutschland befinde sich im Krieg mit dem »Kalifat«. Gemäß der Logik der westlichen Haltung gegenüber dem Krieg in Syrien hieße das eigentlich, dass die deutsche Luftwaffe jetzt Kliniken und Schulen in Aleppo und anderswo in Nordsyrien bombardieren müsste.“

Fair Planet: Bombs and Hunger

Jungle World 30/16: Mann, Frau, Islam

Jungle World 29/16: Das Kalifat im Windschatten

 

„Wäre Brett McGurk Schauspieler geworden, könnte man ihn vielleicht in der Rolle eines jungen korrupten Anwalts mit Sonnyboy-Lächeln sehen, auch als Kriegsheld mit finsterem Doppelleben hätte er sich bestimmt gut gemacht. Aber auch so hat er eine perfekte Rolle gefunden, McGurk ist »Sondergesandter des amerikanischen Präsidenten für die globale Koalition zur Bekämpfung von ISIL«, also des »Islamischen Staats« (IS).“

Jungle World 23/2016: Die Tücken der Offensive

 

Jungle World 21/2016: Imperium im Ölkrieg

Jungle World 6/ 2016: Putin bombt, Europa träumt

2015:

Jungle World 51/ 2015: Krieg den Krankenhäusern

Jungle World 47/ 2015: Dialog verweigert

Jungle World 45/ 2015: Zombies im Imperial

Jungle World 43/ 2015: Die Russen kommen

Jungle World 40/ 2015: Das große Palaver

 

„An Todenhöfers Buch lässt sich vor allem noch einmal die ungeheure Lücke nachvollziehen, die durch den Tod von Peter Scholl-Latour in der deutschen Abenteuerliteratur entstanden ist. Scholl-Latour war feinster Trash, Todenhöfer dagegen ist bloß ein deutscher Ideologe, der auf der Suche nach »Wahrheit« unermüdlich mit »beiden Seiten« reden will, um »Frieden« zu stiften. Weswegen er auch so gerne Diktatoren und Terroristen interviewt. Da wartet man doch lieber auf die Lonely-Planet-Ausgabe zum »Kalifat«. Den entsprechenden Dumont-Kunstreiseführer kann man sich wahrscheinlich schenken.“

Jungle World 27/ 2015: Tausendundeine Terrormiliz

Jungle World 18/ 2015: Unruhe nach dem Sturm

 

„Das von westlichen Diplomaten ab 2012 so gepriesene und ernsthaft als Lösung für Syrien vorgeschlagene »jemenitische Modell« bestand letztlich nur darin, den grundlegenden Konflikten aus dem Weg zu gehen“

Jungle World 14/ 2015: Der König lässt es stürmen

 

„Es klingt wie Satire: Noch vor wenigen Monaten präsentierte Präsident Barack Obama den Jemen als erfolgreiches Modell der Antiterrorpolitik der USA, sprach von einer »idealen Partnerschaft« und kündigte gar an, ein ähnliches Modell als »Teil einer Lösung für Syrien und den Irak« und insbesondere im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) anzustreben.“

Jungle World 8/ 2015: Erfolgsmodel ohnegleichen

2014:

Jungle World 48/ 2014: War da was?

Jungle World 45/ 2014:  Selbst ist der Scheich

Jungle World 43/ 2014:  Der IS als Katalysator

Jungle World 37/ 2014: Die Yolo-Jiahdisten (zusammen mit Thomas von der Osten-Sacken)

Tagesspiegel, 9.8.2014: Der Westen ist nicht am IS-Terror schuld (zusammen mit Thomas von der Osten-Sacken)

Jungle World 35/ 2014: Jihadisten gegen Jihadisten

 

„Wenn der IS nun in den leergeräumten Dörfern und Städten der Yeziden und Christen sunnitische Araber zur Herrschaftsarrondierung ansiedelt, dann ist dies bloß die Fortsetzung einer panarabischen Vertreibungspolitik, wie sie Saddam Hussein stilbildend durchexerziert hat. Der »Islamische Staat«, das Kalifat der Albträume, ist das konsequente Fortverwesen nahöstlicher Realpolitik von Jahrzehnten. Vieles an Gestus und Rhetorik der Jihadisten erinnert nicht umsonst an die finstersten Zeiten des 20. Jahrhunderts, an destruktive Männerbünde wie die deutschen Freikorps nach dem Ersten Weltkrieg oder das so barbarische wie herrisch-selbstsichere Auftreten von Nationalsozialisten im Vernichtungswahn. Man kann den IS auch als Bewegung betrachten, die in einem wahnhaften dynamischen Rausch die Schaffung eines idealen Kunststaats in ihrem Sinne angeht.“

Jungle World 34/ 2014: Das Kalifat der Albträume (zusammen mit Thomas von der Osten-Sacken)

 

Jungle World 33/ 2014: Verkitschter Terror

Jungle World 27/ 2014: Krieg ohne Grenzen (zusammen mit Th. von der Osten-Sacken)

Jungle World  26 2014: Die Lieblingsfeinde

Jungle World 24/ 2014: Giftiges Selfie

Jungle World 16/ 2014: Assads Milizen

Jungle World 13/ 2014: Angst vor dem Lächeln

Jungle World 11/ 2014: Saudis vs. Katar

 

Artikel aus den Jahren 2013, 2012, 2011…

„Der Nahe Osten war in besonderer Weise dafür geeignet, zum Wurmfortsatz des zwanzigsten Jahrhunderts zu werden: Hier durften Ideologen weiterhin ungehemmt über die Realität verfügen, hier hatten sich Regime etabliert, die […]  sich zu dem besonderen Wahn vestiegen, unbedingt „Weltpolitik“ machen zu müssen.“

in: Verratene Freiheit, hrsg. von Thomas v. d. Osten-Sacken, Alex Feuerherdt, Oliver M.Piecha